Das Freie Stellen kann sowohl mit Menschen als auch mit Gegenständen, wie z.B. den Holzfigürchen, die für die Anteile an deinem Thema stehen und in die DU dich einspürst. Es basiert auf dem Freien systemischen Aufstellen, welches als Selbsthilfemethode von Olaf Jacobsen begründet worden ist. Es gibt ein paar Grundregeln, ansonsten soll dem Prozess an sich Raum gegeben werden. Man macht sich das Phänomen zunutze, dass sogenannte Stellvertreter eine repräsentierende Wahrnehmung haben, wenn sie für ein bestimmtes Thema, eine Person, ein Gebäude o.ä. stehen.

Das bedeutet, sobald man den Platz für eine bestimmte Person, ein Ereignis, ein Gebäude, ein Tier, ja sogar einen Job einnimmt, kann man das spezielle Energiefeld, das zu der Person/dem Thema besteht, spüren. Die Stellvertreter haben bestimmte Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen, die bezeichnend dafür sind, teilen diese mit und tragen so zu mehr Klarheit und auch einer Lösung des Problems bei.

Am bekanntesten ist Bert Hellinger mit seinen Familienaufstellungen. Dort wird geschaut, wie die Mitglieder einer Familie zueinander stehen, welche Kräfte in diesem System wirken. Es wird nach bestimmten Regeln aufgestellt und es gibt ein Ziel: am Ende sollen die Personen möglichst in einer bestimmten ‚Ordnung’ stehen, weil Hellinger von ‚Ordnungen der Liebe’ ausgeht welche in einer Familie wirken. 

Allen Methoden ist gemeinsam, dass eine Person sich zur Verfügung stellt um sich in eine andere Person oder ein Thema einzufühlen, in die repräsentative Wahrnehmung zu gehen. Das kann jeder Mensch und in einer Aufstellung ist es leichter und intensiver, weil alle die entsprechende Intention haben, ein Problem zu lösen bzw. sich anzuschauen, was dahinter steckt.